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Online-Werbebranche wächst weiter

Jo Bager

2022-09-21T10:08:00+02:00

Die Werbebranche boomt nach wie vor, im Vorfeld der Werbemesse dmexco ist aber immer noch unklar, was auf Werbe-Cookies folgen soll.

Im Vorfeld der (Online-) Werbemesse dmexco präsentierte der Online-Vermarkterkreis im Branchenverband BVDW die Zahlen zur Entwicklung des digitalen Werbemarktes in den letzten Quartalen inklusive einer Prognose für 2022. Und die Zahlen können sich sehen lasen. So entfielen 45 Prozent der Netto-Werbeeinnahmen auf digitale Werbeträger, insgesamt betrugen die Umsätze 11,6 Milliarden Euro.

Im Jahr 2021 wiesen zum Beispiel bei der digitalen Displaywerbung alle Quartale zweistellige Wachstumsraten auf. Diese Steigerungsraten werden 2022 wohl nicht ganz erreicht werden, insbesondere das zweite Quartal lag nur zwei Prozent über dem Vorjahr, offenbar hat der Krieg in der Ukraine die Werbeplaner vorsichtiger werden lassen. Dennoch erwarten die Online-Vermarkter insgesamt ein Wachstum von knapp 7 Prozent.

Viele Teil-Events

Gute Vorzeichen also für die dmexco. Heute ist der erste Tag der zweitägigen Messe in Köln, bei der sich alles um digitales Marketing dreht. Mehr als 750 Speaker liefern auf 14 Bühnen über 200 Stunden Programm. Influencer wie Diana zur Löwen und Rezo kommen, um über die Creator Economy zu talken, einen der am schnellsten wachsenden Bereiche im Marketing.

Unter dem Dach der Messe finden diverse kleinere Events statt. Darunter sticht ein wenig die w3.vision hervor, bei der erstmals Online-Marketeers ihre Claims im Web3 abstecken wollen. A propos Metaverse: Ein anderer Stargast kommt, um Werbung in eigener Sache zu machen. Elektro-Musikpionier Jean-Michel Jarre stellt seine neue Produktion vor, die in Stereo und binauralem, also räumlichen Sound produziert wurde.

BVDW: Daten positiver sehen

Fast schon ein Dauerbrenner auf der dmexco wird das Thema Post-Cookie sein: Wie kann die Werbebranche einzelne Verbraucher zielgenau adressieren, wenn Google wie angekündigt die Third-Party-Cookies in seinem Browser Chrome abschaltet.

Insgesamt, findet der BVDW, werde in Deutschland zu negativ über das Thema Werbung, Daten und Datenschutz gesprochen. "Daten stellen unbestritten die zentrale Grundlage für ein zukunftsfähiges Deutschland dar, dessen muss sich jeder bewusste sein. Wenn wir jedoch in den Köpfen der Deutschen weiterhin jegliche Datennutzung mit einem Warnhinweis zu Risiken und Nebenwirkungen verankern, dann wird jeglicher Fortschritt gehemmt", warnt BVDW-Präsident Dirk Freytag. Daher startet der BVDW die Kampagne "Deine Daten können das".

(jo)